Blätter im November
Leben

Ich liebe Herbst und Winter

Novembermorgen im Nebel.
Grau
Vom Reif haben die Blätter einen knusprigen Zuckerguss-Rand bekommen

Die Welt wird stiller
Eine Ahnung von Winter liegt schon in der Luft

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern,
wenn die Blätter treiben. 

Rainer Maria Rilke

Die schönste Zeit des Jahres beginnt für mich im September und geht bis Januar. Wenn alle (oder fast alle) jammern, dass nun der Sommer vorbei ist, geht es mir immer besser. Ich liebe die Mystik der langen Nächte, die frühe Dunkelheit, den morgendlichen Nebel, den ersten Frost. Die Welt kommt zur Ruhe. Ich komme zur Ruhe. Stille kehrt ein. Zuhause ist es jetzt am allerschönsten. Lesen – es gibt schon wieder so tolle Bücher – bei Kerzenschein, dazu Tee mit Gewürzen und Leckereien mit Kalorien, das gehört alles dazu. Ich muss nichts unternehmen, muss nicht rausgehen, kein Zwang mehr das ach so schöne Wetter auszunutzen. Ich darf durch meine Fenster schauen, wie es draußen dunkler wird. Und im Halbdunkel spazieren gehen und in die erleuchteten Fenster anderer Menschen schauen. Freude.

Herbst und Winter sind auch die beste Zeit, um in der Stadt zu leben.

Glitzerzeit!

Wenn die ersten Adventsbeleuchtungen funkeln ist es schön in den Innenstädten.

Ich kaufe mir einen Adventskalender. Ohne Schokolade. Mit Glitzer.

Ich darf wieder Kind sein!

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